Leseprobe, in der Blue Paw beschrieben wird...

10.09.2018

Joey kam kurz in die Küche, um seinen alten verschlissenen Teddy zu holen, ohne den er so gut wie nie das Haus verließ. "Ich hole nur Blue Paw ." sagte er, griff nach dem selbstgestricktem Kuscheltier, das in blauen und gelben Ringeln gestrickt war, blaue Tatzen sowie eine braune Nase besaß.

 Im wieder hinausrennen rief er Martha noch schnell zu:" Die Rennbahn ist echt klasse, Old Martha!" Dann war er auch schon wieder verschwunden. Martha lächelte zu Sandy hinüber:"Sie haben einen ganz tollen kleinen Jungen Sandy. Man muss ihn einfach ins Herz schließen. Ich hoffe ja irgendwann auch mal Enkel zu bekommen. " Sandy horchte auf, nun war die Gelegenheit gekommen unverfänglich nach Kevins Beziehungsstatus zu fragen, aber genauso schnell war diese Gelegenheit auch wieder vorbei, als aus dem Laden plötzlich Jingle Bells zu hören war. Die Ladenglocke. Es war John, dem die Zigaretten ausgegangen waren. Martha bat ihn kurz mit nach Hinten zu kommen, und überrascht dort Sandy vorzufinden, begrüßte er diese freudig und nahm dann bei Ihnen am Tisch Platz. Martha stellte ihm eine Tasse Kaffee hin:" Wir haben ein Attentat auf dich vor, John." dabei zwinkerte sie zu Sandy hinüber. Diese lachte verlegen und begrüßte John links und rechts mit einem Kuss auf seine Wangen. "Naja,"meinte sie nun," Attentat würde ich es nun nicht nennen, aber eine Bitte hätte ich schon an dich. " Sie erklärte ihm kurz worum es ging, meinte aber nur dann, wenn er nicht selber vorhatte dort hinzugehen, worauf John heftig abwinkte:"Um Gottes willen, nein. Tanzen war noch nie was für mich. Ich passe sehr gerne auf Joey auf und freue mich sogar darauf." Seine letzten Worte bekam Joey mit, der zur Küche hineinkam und John nun freudig begrüßte :" Oh toll Poppy, wir zwei Beide alleine !," er setzte sich aufgeregt auf Johns Schoß und schlang seine Arme um ihn, "liest du mir dann auch was vor? Eine Weihnachtsgeschichte?" John gab ihm einen Kuss auf seine zarte Kinderwange und lachte in an:" Aber natürlich lese ich dir eine Geschichte vor mein Junge, wie wäre es mit Scrooge ?" "Auja Poppy." Martha beobachtete John und ihr gefiel es, wie er mit dem Kind umging. Das wäre vor Kurzem noch unvorstellbar gewesen. Da hatte Joey echt ein kleines Wunder vollbracht. Martha wusste wie sehr sich Jacky und John selbst Kinder gewünscht hatten während ihrer Ehe, Jacky aber keine bekommen konnte. Und sie dachte an ihr Eigenes kleines Geheimnis, welches nun schon sechsunddreißig Jahre in ihr schlummerte. Sie wusste zwar, heute würde die Wahrheit niemanden mehr weh tun können, dennoch fand sie nie den Mut sich mitzuteilen. Sie schaute John an und seufzte, nur kurz, dennoch hatte Sandy es mit bekommen. Und wieder einmal mehr war sie sich sicher, dass auch Martha ein Geheimnis hütete. 

Die Woche war voll gepackt mit Weihnachtsvorbereitungen. Einkäufe, Hausputz, und es wurde emsig gebacken in Swake Valley. Die ganze Stadt war im Weihnachtsfieber. Neuschnee lag auf den Dächern, der, angestrahlt durch den ganzen Lichter Schmuck der Häuser, glänzte wie feinster Sternen Staub. Eine Magie lag über Swake Valley, die einen jeden Einwohner ein wohliges Kribbeln der Vorfreude auf das Fest bescherte. So verging die Woche sehr schnell und schon morgen war es soweit. Der weihnachtliche Back Wettbewerb stand an. 

Zum Wettbewerb https://christine-bouzrou.webnode.com/buch-news/